Denen zum Trost, die sich in Ihrer Gegenwart nicht finden können

Belletristik

Ragnar Helgi Ólafsson

Denen zum Trost, die sich in Ihrer Gegenwart nicht finden können

Lieder und Texte

Zweisprachige Ausgabe

Aus dem Isländischen übertragen von n Thor Gíslason und Wolfgang Schiffer

“Die Wirklichkeit hat angerufen, sie habe genug von den poetischen Eingriffen des Dichters in ihre Existenz.“

Verlagstexte

"Lieder und Texte" nennt Ragnar Helgi Ólafsson im Untertitel die Gedichte seines ersten Lyrikbandes, für den er in seiner Heimat Island mit dem angesehenen "Tómas-Guðmundsson-Poesie-Preis" ausgezeichnet wurde. Damit nimmt er ihnen sogleich jegliche Schwere, die der Dichtkunst bisweilen nachgesagt wird. Tatsächlich haftet seiner Reise durch Raum und Zeit, durch Vergangenheit und Zukunft, durch Physik, Philosophie und schwarze Magie eine erfrischende Leichtigkeit an, die jedoch nicht darüber hinwegtäuscht, dass die wie die vom Autor selbst realisierte Grafik des Buches konzeptionell aufleuchtend klar durchdachten Gedichte uns wahrlich existentielle Fragen stellen: Was ist wahr? Was ist falsch? Wie vergewissern wir uns unserer Identität in einer Welt, in der nichts sicher ist, nichts stabil, sondern alles in unaufhörlicher Bewegung?

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© Cover: Verlag, Foto(s): Lilja Birgisdóttir

Presse- und Autorenstimmen

Viele Stimmungen und Stimmen beherrscht dieser bisher in Deutschland unbekannte Ragnar Helgi Ólafsson. Witz hat er und Chuzpe. Cool ist er und klug. Ich mag ihn sehr!

Dank der kenntnisreichen, sicheren und äußerst flüssigen Übersetzung durch Gíslason und den umtriebigen Experten für die Literatur der kalten Insel, Wolfgang Schiffer, wird dieser Band zu einer überraschenden und höchst unterhaltsamen Entdeckung, wie wir schon einige aus dem kleinen, aber feinen niederrheinischen Verlag begrüßen durften.

(

Dingfest Literatur, Matthias Engels (https://dingfest.wordpress.com)

)

Die Stimme, die die Stille ruhig und sacht wie ein Wollfaden an einem Kristallglas zum Klingen bringt, stammt von Ragnar Helgi Ólafsson. Und man wünscht sich, das heißt, ich wünsche mir, dass nicht erst die Archäologen in ferner Zukunft weitere Texte des isländischen Schriftstellers, Regisseurs, bildenden Künstlers und Philosophen ausgraben werden.

Denen zum Trost, die sich in ihrer Gegenwart nicht finden können ist der erste Lyrikband Ólafssons, der nach seinem Erscheinen 2015 mit dem renommierten Tómas-Guðmundsson- Poesie-Preis der Stadt Reykjavík ausgezeichnet wurde. Wolfgang Schiffer und Jón Thor Gíslason sind bereits ein eingespieltes Team bei Übertragungen isländischer Literatur in das Deutsche.

(

https://saetzeundschaetze.com/2017/09/24/ragnar-helgi-olafsson

)

Textprobe(n)

der brunnen

Es fühlt sich so ähnlich an wie Einschlafen. Man
nimmt den Moment nicht wahr, in dem es passiert.
Du stehst am Rand des Brunnens, und bevor du es
merkst, bist du schon unten am Seil angekommen.
Für einen Moment bist du oben, im nächsten unten
auf dem Grund; stehst dort bis zu den Knöcheln im
Wasser. Technisch ist es möglich, das Tau wieder
hochzuklettern, aber jetzt weißt du nicht mehr, wie
es geht. Es bleibt eine theoretische Möglichkeit, eine
philosophische Idee. Nicht viel mehr. Hier ist es
dunkel und feucht und kalt. Hier zu sein ist gut. Es
fühlt sich so ähnlich an wie Einschlafen. Du merkst
es nicht, bis du eingeschlafen bist.

Denen zum Trost, die sich in Ihrer Gegenwart nicht finden können
Lyrik
ALS BUCH:
Broschur
144 Seiten
Format: k. A.
Auslieferung: ab 11. September 2017
D: 18,00 Euro A: k. A. CH: k. A.

ISBN (Print) 978-3-946989-02-8

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