Erzähler, Leser, Träumer. Begleitschreiben zum Werk von Peter Handke

Sachbuch

Lothar Struck

Erzähler, Leser, Träumer. Begleitschreiben zum Werk von Peter Handke

Bgeleitschreiben zum Werk von Peter Handke

Mit einem Vorwort von Klaus Kastberger

Lothar Struck, der "Mann, der alles über Handke weiß" (so schrieb Marc Reichwein am 02.09.2010 in der "Welt"), legt mit "Erzähler, Leser, Träumer" seinen dritten Band mit Essays zum umfangreichen Werk von Peter Handke vor. Das Vorwort schrieb Klaus Kastberger, Professor für neuere deuschsprachige Literatur an der Universität in Graz und bekannt als Juror beim Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt.

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Verlagstexte

Mit Erzähler, Leser, Träumer. Begleitschreiben zum Werk von Peter Handke legt Lothar Struck nun seinen dritten Band über das Werk Peter Handkes vor. Diesmal sind es Essays zu Teilaspekten des umfangreichen Oeuvres des Dichters, die zum Teil verblüffende Einsichten und neue Perspektiven abseits von eingeschlagenen Pfaden der Handke-Rezeption eröffnen. Etwa wenn Handkes arkadische Sicht auf Jugoslawien der Algerienliebe von Albert Camus gegenübergestellt wird. Oder in Nicolas Borns Roman Die Fälschung der Keim für Handkes sprachkritische Auseinandersetzung mit den Medien während der Jugoslawienkriege sichtbar ist. Wenig beachtet wurde bisher in der Literatur auch, dass Handke sich bereits sehr früh mit dem sozialen Miteinander beschäftigt hat. Vom virtuellen "Volk der Leser" über das weltzugewandte Leben in Enklaven bis zum Refugium der Familie wird Handkes Suche nach einem idealen Zusammenleben herausgearbeitet. Struck klärt auf, was Handke meint, wenn er sich (und andere) als "Idiot" bezeichnet. Das Kinoideal des Dichters sieht Struck weniger bei Wim Wenders als bei dem französischen Regisseurpaar Huillet/Straub verwirklicht. Und es wird gezeigt, wie schwierig es ist, Filme mit und über Peter Handke zu machen.

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© Cover: Verlag, Foto(s): Christian Lampe

Textprobe(n)

Auszug aus Der Begleitschreiber:

Im Dezember 2015 rief mich ein Bekannter an. Er hatte von Peter Handkes Buch Tage und Werke gehört und die ungewöhnliche Gattungsbezeichnung "Begleitschreiben" bemerkt. "Da benutzt der Handke Deinen Blog-Namen für sein Buch!", echauffierte er sich. Es dauerte ein wenig, bis ich ihn beruhigt hatte. Denn es war ja umgekehrt, wie ich immer wieder (auch öfentlich) betont hatte: "Begleitschreiben" war und ist in Verbindung mit Kritik ein Handke-Wort. Wenn jemand in diesem Fall eines Plagiats schuldig ist, dann ich.

Die besagte Stelle findet sich im 1998 erschienenen Journal Am Felsfenster morgens, einem Extrakt aus Handkes Notizbüchern von 1982 bis 1987: "Statt Kritik sag Begleitschreiben", notierte er im April 1986. Handke liebt diese Form der nuancierten Wortschöpfungen; in seinen Notizbüchern in denen sich sehr viele "Statt–sag"-Kreationen, zumeist als Imperativ an sich selbst gerichtet. Ein "Begleitschreiben" war für Handke von nun an nicht mehr nur das eher belanglose Anschreiben, das meist sofort in den Papierkorb wandert. Es bekommt eine neue Bedeutung, ist eine spezielle Form von Literatur- oder Kunstkritik. Begleitung assoziiert dabei die Beschäftigung mit dem jeweiligen Medium (bzw. dem Künstler), eine Widmung und eine Art Verbundenheit, womöglich sogar Sympathie. Aber es ist auch immer noch Distanz vorhanden; Begleitung bedeutet nicht Affirmation. "Begleitschreiben" hat somit eine andere Bedeutung als das kathederhafte "Rezension" (aus dem Lateinischen recensio für Musterung). Und es wirkt unvoreingenommener als der meist eher negativ konnotierte Begriff "Kritik". "Begleitschreiben" ist kein Ersatz für die gängigen Gattungsbezeichnungen, sondern eine Präzisierung, eine Ergänzung.

Erzähler, Leser, Träumer. Begleitschreiben zum Werk von Peter Handke
ALS BUCH:
Hardcover
224 Seiten
Format: 124 x 194 mm
Auslieferung: ab 15. Oktober 2017
D: 38,00 Euro A: 39,10 Euro CH: 43,58 CHF

ISBN (Print) 978-3-9818484-1-0

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