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Hexeneinmaleins

Belletristik

Ashley Curtis

Hexeneinmaleins

Übersetzung: Silvia Morawetz, mit einem Nachwort von Frank Günther

"Hexeneinmaleins" ist ein literarischer Krimi, in dem der Mord an einem prominenten Wissenschaftler während einer Macbeth-Aufführung die Polizei in die Kontroverse um die Urheberschaft zieht, in die Debatte darüber, wer die Shakespeare zugeschriebenen Werke tatsächlich verfasst hatte. 

Verlagstexte

Stratford-upon-Avon, 2006. Während einer Aufführung von Macbeth im Swan Theater stirbt der prominente Shakespeare-Experte Adrian Thompson. Auf den ersten Blick scheint es sich um einen natürlichen Tod zu handeln – Thompson ist ein alter, nicht sehr gesunder Mann, der schon einmal einen Schlaganfall erlitten hat. Doch es gibt Indizien, die auf einen Mord hinweisen: Sein Hotelzimmer wird am selben Abend durchwühlt und der angekündigte Vortrag, in dem er endgültig belegen wollte, dass Shakespeare und nicht de Vere, 17. Earl von Oxford, der wahre Urheber seiner Werke war, macht alle Verfechter der Oxford-Theorie zu Verdächtigen.

Kriminalkommissar Ian Stokes wird mit dem Fall betraut, den er nie haben wollte und der ihn exakt in das Umfeld wirft, vor dem er in der Vergangenheit geflohen war. Wiederwillig bittet er seine Mutter, ehemalige Professorin an der Universität Oxford, ihn beim Aufdecken von Thompsons Geheimnis zu unterstützen. Ihre zeitgleich laufenden strafrechtlichen und akademischen Untersuchungen führen unabhängig voneinander zu demselben Täter.

Hexeneinmaleins ist ein literarischer Krimi, der die Kontroverse um Shakespeare und de Vere und die historischen Fakten, von welchen der Fall abzuhängen scheint, nachvollziehbar in die Fallermittlung einfliessen lässt.

Downloads

© Cover: Verlag, Foto(s): Thomas Andenmatten

Presse- und Autorenstimmen

„Zwei Krimis in einem: Ein Whodunnit – Wer war der Mörder? Und ein Whowroteit – Wer schrieb Shakespeares Werke?

Gesetzte Professoren gehen über Leichen – war Shakespeare Shakespeare oder war’s der Earl of Oxford? Dem Detektiv ist es egal. Er sucht den Mörder. Aber den findet er nur, wenn er den wahren Shakespeare findet. Mörder Macbeth spukt auch herum. Von den Hexen ganz zu schweigen.

Eine spannende Verknüpfung zweier »Fälle« – als wäre es ein Krimi von Shakespeare. Er würde ihn begeistert lesen.

(

Frank Günther (Shakespeare-Übersetzer)

)

Textprobe(n)

"Sein Grab dort", sagte sie, drehte sich zur Seite und blickte zu der Bodenplatte am entfernten Ende des Geländers. "Unter der Platte seine zu Staub zerfallenen Gebeine. Er liegt angeblich in knapp sechs Metern Tiefe." Sie wandte sich schnell wieder ihm zu. "Auf dem Stein steht die Grabinschrift. Soll ich sie Ihnen aufsagen? Warum nicht:

Um Jesu willen, Freund, lass du
Den hier verschloßnen Staub in Ruh!
Gesegnet sei, wer schont diesen Stein,
Verflucht, wer störet mein Gebein.

Was meinen Sie, Superintendent? Die Worte des größten Dichters der Welt – in einem seiner schwächeren Momente, möchte man meinen? Oder der Knittelvers eines unbedeutenden Investors? Das ist die große Frage."

Sie blickte in die entgegengesetzte Richtung und zu dem Monument an der Nordmauer, anderthalb Meter über dem Grab: der Statue eines Mannes mit Halbglatze, spitzem Kinnbart und Schnurrbart, einem schwarzen, ärmellosen Rock über einem dunkelroten Wams, einen Federkiel in der Rechten, während die Linke auf einem Blatt Papier ruhte.

"Einen selbstgefälligen Schweineschlachter nennt ihn ein Kritiker. Was meinen Sie, Superintendent? Aber das gilt eigentlich nicht – man soll keine voreiligen Schlüsse ziehen, richtig? Nein, die andere große Frage ist: Warum wurde die Büste seltsamerweise Jahrzehnte nach Shakespeares Tod verändert? Die Stratford-Fraktion, wissen Sie, redet sich in dem Punkt gern heraus."

Stokes ließ sich Zeit, damit es nicht so aussah, als spränge er über das Stöckchen, das sie ihm hinhielt. Dann tat er ihr den Gefallen. "Inwiefern verändert?"

"Wissen Sie das nicht, Superintendent? Haben Sie Ihre Hausaufgaben nicht gemacht? Wir besitzen einen Stich dieses Denkmals von einem Menschen namens Dugdale aus dem Jahre 1656. Es zeigt den Mann aber nur mit einem Sack Getreide. Der Sack verschwand später einfach, wie Sie sehen. Sie sehen auch, was seine Stelle eingenommen hat." Sie sah ihn eindringlich an und flüsterte, der Ton voller Ironie: "Eine Feder, Superintendent. Feder und Papier."

Sie ließ ihm Zeit, die Mitteilung zu verdauen, lehnte sich zurück und fuhr fort: „Will Shaksper war Getreidehändler, wissen Sie? Der größte Schriftsteller der englischen Sprache wurde mit einem Sack Korn verewigt."

(...)

"Wir gehen nach draußen," sagte Stokes und stand auf, "wo wir eigentlich auch verabredet waren."

"Entschuldigen Sie vielmals", sagte Bates.

Sie durchschritten zusammen das Kirchenschiff. Stokes sah sie mit Bedacht nicht an. Vor dem Ausgang blieb er stehen und ließ ihr den Vortritt. Das Sonnenlicht war grell, und er spürte, dass er sich wieder ausdehnte, wie er es bei den Touristen beobachtet hatte, größer und kräftiger wurde, wieder Herr der Lage war.

"Hier entlang", sagte er. Er ging Julia Bates voraus durch den Friedhof zu dem Spazierweg entlang des Avon, wo er eine leere Bank mit Blick zum Fluss fand. Sie setzten sich.

Stokes spürte eine seltsame Beklemmung und verlor keine Zeit: "Ich wüsste gern, wie Sie den gestrigen Tag verbracht haben. Fangen Sie am späteren Nachmittag an."

„Das ist lächerlich, wissen Sie." Ihr Ton war spöttisch, belustigt, überlegen. Sie griff in die kleine Stofftasche, die sie neben sich abgestellt hatte, und holte eine Schachtel Sobranie hervor. Ihr kleiner Mund zog sich theatralisch zusammen.

"Mag sein", sagte Stokes. "Ich möchte es trotzdem wissen."

Hexeneinmaleins
Roman / Novelle
ALS BUCH:
Broschur

fadengeheftet

448 Seiten
Format: 140 x 210 mm
Auslieferung: ab 15. März 2019
D: 22,00 Euro A: 22,00 Euro CH: 24,90 CHF

ISBN (Print) 978-3-9524626-5-2

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Annette Beger
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