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Labyrinth. Gedichte

Belletristik

Thanassis Lambrou

Labyrinth. Gedichte

Griechisch — Deutsch, übersetzt von Herbert Speckner

"Das Meer hat mich genährt und der Wind, der auf seinem Rücken daherritt mit silbernen Rossen und Salzhauch, der rote Fächer der sinkenden Sonne weit im Norden, wenn das Zeitrad im Sturze sich drehte, die jähen Wendungen Gottes, der in der einen Hand Welten wie Spielzeug zerquetscht, während die andre junge Welten aufs Neue gebiert im nie endenden Spiele."

Andere Titel des Verlags bzw. der Autorin/des Autors

Verlagstexte

Thanassis Lambrou schlägt in seinem "Labyrinth" einen Bogen durch die Zeiten und die verschiedensten Kulturen: In seinen Gedichten berührt er nicht nur die antike griechische Geisteswelt von Heraklit, Parmenides und Empedokles – über Spinoza und Hölderlin, Yunus Emre, Li Tai Po und Konfuzius zeigt er die Verbindungslinien des Westens mit dem Osten. Lambrous lyrisches Ich wandelt und verwandelt sich dabei von Gedicht zu Gedicht und spricht durch immer wieder andere Masken mit demselben starken Atem, in der grundlegendsten aller Sprechweisen, die an den blinden Seher des Mythos gemahnen. Lambrous Gedichte sind wie vom Quellwasser gewaschen, durchsichtig - klar – unsichtbar, aber doch wie feiner Kristall, das Wesentliche sichtbar machend. In ihnen spricht die Zeit, der Wind über der Ebene, über wetterglatten Steinen oder winterkalten Quellen.

Downloads

© Cover: Verlag, Foto(s): privat

Presse- und Autorenstimmen

Gute Nachricht aus Griechenland: Die Gedichte von Thanassis Lambrou beschwören den Reichtum der Poesie.

(

Jan Volker Röhnert, Frankfurter Allgemeine Zeitung

)

Es kommt ihm so vor, als sei an diesem Ort alles schon einmal gesagt worden, alles schon einmal, nein: viele Male geschehen. Reisen nicht mit ihm Vorstellungen, die ihn von Geburt an begleiten? Hat seine Muttersprache ihn nicht, gleichsam genetisch, mit Begriffen ausgestattet, ohne die er gedanklich keine zwei Schritte weit gehen könnte? Er bewegt sich, und dies ein Leben lang, in einem magischen Zirkel, den vor zweieinhalb Jahrtausenden ein paar Athener, die Philosophen Platon und Aristoteles, um ihn und seinesgleichen gezogen haben ... Er wird sich wie einer bewegen, dem vor langer Zeit wie im Traum etwas eingeflüstert wurde.

(

Durs Grünbein, Nachwort

)

Textprobe(n)

SPINOZA

Τροχίζοντας φακοὺς ὄξυνα τὸ βλέμμα
τὸ μέσα τρίτο μάτι
πού ‘ναι πιὸ κοφτερὸ κι ἀπὸ διαμάντι.
Εἶδα τὴ γεωμετρία τοῦ θεοῦ
ἀπέραντη σὰν τὸ ἄπειρο
καὶ φανερὴ σὰν τὶς γραμμὲς τῆς παλάμης.
Περνάω ἀνάμεσ’ ἀπ’ τοὺς ἀνθρώπους
ὅπως μὲς ἀπὸ ἀκονισμένες λάμες μαχαιριῶν.
Μιὰ ἄλλη δύναμη μὲ ὁδηγεῖ.
Ἡ ἀρετὴ εἶναι
Τὸ σταθερὸ θεμέλιο κι ἡ τέλεια μουσική.
Ἀκούμπησα τὴ ζωή μου σὲ μιὰν ἀκμὴ γυαλιοῦ.
Μιὰ μεγάλη θάλασσα μᾶς ἀγκαλιάζει.
Ὁ ἀέρας ποὺ ἀναπνέουμε εἶν’ ἡ ἀνάσα τοῦ θεοῦ.

Spinoza

Indem ich Linsen schliff, schärfte ich den Blick,
Das innre dritte Auge,
Schneidender als Diamantenstein.
Ich sah die Geometrie Gottes,
Das Unendliche überschreitend
Und deutlicher als die Linien der Hand.
Ich wandre quer durch die Menge
Wie zwischen geschliffenen Messern hindurch.
Eine fremde Macht hat mich an der Hand.
Die Tugend ist der verlässliche Sockel
Und der vollendete Gleichklang.
Auf einer gläsernen Spitze ruht mein Leben.
Wir liegen in den Armen eines gewaltigen Meeres.
Die Luft, die wir atmen, ist göttlicher Atem.

Labyrinth. Gedichte
Lyrik
ALS BUCH:
Broschur
120 Seiten
Format: 135 x 225 mm
Auslieferung ab Dezember 2014
D: 19,00 Euro A: 19,60 Euro CH: 27,50 CHF

ISBN (Print) 978-3-941184-31-2

Der Verlag im Netz:

Pressekontakt des Verlages:

Ingo Držečnik
+49 (0)30 44327769
drzecnik(at)elfenbein-verlag.de

Vertriebskontakt des Verlages:

Anja Klimaschewski
+49 (0)551 38420027