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Bummel durch Tirol

Belletristik

Heinrich Heine

Bummel durch Tirol

Mit einem Begleitwort von Bernd Schuchter

"Die Tiroler sind schön, heiter, ehrlich, brav, und von unergründlicher Geistesbeschränktheit." Einer der berühmtesten Dichter seiner Zeit, Heinrich Heine, folgt der Sehnsucht nach Unsterblichkeit und reist in das Land, in dem ein Dichter gewesen sein muss, um eben unsterblich zu werden: nach Italien. Er ist nicht nur ein Reisender, sondern vor allem ein Spötter – und ein unbestechlicher Beobachter seiner Zeit.

Verlagstexte

"Die Tiroler sind schön, heiter, ehrlich, brav, und von unergründlicher Geistesbeschränktheit."

Einer der berühmtesten Dichter seiner Zeit, Heinrich Heine, folgt der Sehnsucht nach Unsterblichkeit und reist in das Land, in dem ein Dichter gewesen sein muss, um eben unsterblich zu werden: nach Italien. Auf seinem Weg dorthin muss er aber auch durch Landstriche, die seinem dichterischen Gemüt weniger zusagen: Sein Weg nach Süden führt ihn über Tirol und Innsbruck und so entgeht er der Bekanntschaft mit Einheimischen nicht, die zu Heines Zeit bekanntlich noch ein urwüchsiges Bauernvolk waren, deren Horizont nicht weiter reichte als bis zur nächsten Gebirgskette.

Heines Beschreibung seiner Begegnung mit den Älplern, die knapp ein Jahrhundert später zu Spezialisten im Tourismus aufsteigen sollten, ist voller Spott und Häme und zeichnet dennoch ein getreues Abbild eines Menschenschlags, der mürrisch, eigensinnig und stur genug ist, seinen eigenen Weg zu gehen.

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© Cover: Verlag, Gemälde: Moritz Daniel Oppenheim

Textprobe(n)

Die Tiroler sind schön, heiter, ehrlich, brav, und von unergründlicher Geistesbeschränktheit. Sie sind eine gesunde Menschenrasse, vielleicht weil sie zu dumm sind, um krank sein zu können. Auch eine edle Rasse möchte ich sie nennen, weil sie sich in ihren Nahrungsmitteln sehr wählig und in ihren Gewöhnungen sehr reinlich zeigen; nur fehlt ihnen ganz und gar das Gefühl von der Würde der Persönlichkeit. Der Tiroler hat eine Sorte von lächelndem humoristischem Servilismus, der fast eine ironische Färbung trägt, aber doch grundehrlich gemeint ist. Die Frauenzimmer in Tirol begrüßen dich so zuvorkommend freundlich, die Männer drücken dir so derb die Hand und gebärden sich dabei so putzig herzlich, daß du fast glauben solltest, sie behandelten dich wie einen nahen Verwandten, wenigstens wie ihresgleichen; aber weit gefehlt, sie verlieren dabei nie aus dem Gedächtnis, daß sie nur gemeine Leute sind und daß du ein vornehmer Herr bist, der es gewiss gern sieht, wenn gemeine Leute ohne Blödigkeit sich zu ihm herauflassen. Und darin haben sie einen naturrichtigen Instinkt; die starrsten Aristokraten sind froh, wenn sie Gelegenheit finden zur Herablassung, denn dadurch eben fühlen sie, wie hoch sie gestellt sind. Zu Hause üben die Tiroler diesen Servilismus gratis, in der Fremde suchen sie auch noch dadurch zu lukrieren. Sie geben ihre Persönlichkeit preis, ihre Nationalität.

Bummel durch Tirol
Essayistik
ALS BUCH:
Hardcover
72 Seiten
110 x 165 mm (Kleinformat)
Auslieferung: ab Februar 2016
D: 7,00 Euro A: 7,00 Euro CH: 10,00 CHF

ISBN (Print) 978-3-99039-082-5

ALS EBOOK:
Datenformat(e): epub
Auslieferung: ab Februar 2016
D: 3,49 Euro A: 3,49 Euro CH: k. A.
ISBN (eBook) 978-3-99039-083-2
Symbol Tablet Rezensionsexemplar (eBook)

Der Verlag im Netz:

Pressekontakt des Verlages:

Bernd Schuchter (Verleger)
+43 (0)650 3507050
buero(at)limbusverlag.at

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Bernd Schuchter (Verleger)
+43 (0)650 3507050
buero(at)limbusverlag.at