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Menschenhändler - Die Schattenwirtschaft des islamistischen Terrorismus

Sachbuch

Loretta Napoleoni

Menschenhändler - Die Schattenwirtschaft des islamistischen Terrorismus

Aus dem Englischen von Peter Stäuber

Loretta Napoleoni beleuchtet das verstörende Zusammenspiel von kriminellem Jihadismus und organisiertem Verbrechen, das in einer globalisierten Welt und als Reaktion auf die Interventionen des Westens im Nahen Osten nach 9/11 ungekannte Ausmaße angenommen hat.

Verlagstexte

Die Menschen, die zu Tausenden an Europas Küsten stranden, fliehen vor dem Krieg in Syrien und Irak, und sie legen ihr Schicksal dafür ausgerechnet in die Hände der Nutznießer dieses Kriegs: Kidnapper, Schmuggler, Dschihadisten. Im Zentrum des Machtvakuums, das die Interventionen des Westens nach 9/11 im Nahen Osten und in Libyen hinterlassen haben, ist ein einträgliches neues Geschäftsmodell entstanden. Aus der Not der Flüchtlinge machen Schlepper ein Milliardengeschäft.

Aber auch Entführungen sind eine lukrative Finanzierungsquelle für den Terror, und ihre Opfer sind zumeist westliche Journalisten oder Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Loretta Napoleonis neues Buch basiert auf einer Vielzahl von exklusiven Gesprächen mit ehemaligen Geiseln, Unterhändlern und Mitarbeitern der Vereinten Nationen oder des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz u. a.

Aus diesen Protokollen wird das hochprofessionelle Netzwerk von Menschenhändlern deutlich, das sich von Westafrika über Libyen und von Syrien bis nach Europa erstreckt und aus dem heute Terrororganisationen wie al-Quaida und der sogenannte Islamische Staat buchstäblich Kapital schlagen – die Mitverursacher der Flüchtlingskrise sind gleichzeitig deren größte Profiteure.

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© Cover: Verlag, Foto(s): Emily Andersen, Peter Hodsoll

Textprobe(n)

Meine Recherchen zu Entführungen und Menschenhandel begannen vor über zehn Jahren. Kurz nach den Anschlägen von 9/11 begann ich, auf der ganzen Welt mit Leuten zu reden, die sich mit Terrorbekämpfung und Geldwäsche beschäftigen. Sie alle waren sich einig, dass der Patriot Act, die unter der Regierung George W. Bushs nach dem 11. September 2001 verabschiedeten Anti-Terror-Gesetze, das kolumbianische Drogenkartell dazu veranlasste, mit dem organisierten Verbrechen in Italien zusammenzuarbeiten, um die Profite aus dem Drogenhandel in Europa und Asien zu waschen und neue Routen zu finden, um das Kokain nach Europa zu schaffen. Venezuela, Westafrika und die Sahelzone wurden zu den wichtigsten Umschlagplätzen.

Bald stiegen afrikanische Schmuggler ins Geschäft ein undtransportierten das Kokain durch die Wüste. Die malische Stadt Gao wurde zur zentralen Drehscheibe. Von Gao wurde das Kokain durch die Sahara an die Mittelmeerküsten von Marokko, Algerien und Libyen befördert und dann mit kleinen Schiffen weiter nach Europa.

2003 ging eine Gruppe ehemaliger Mitglieder der algerischen Terrorgruppe Groupe Islamique Arm., GIA, die am Drogenschmuggel durch die Sahara beteiligt waren, zum Entführungsgeschäft über und verschleppte in Mali und im südlichen Algerien 32 Europäer. Die Geiseln wurden entlang der transsaharischen Schmugglerrouten in Lager im nördlichen Mali transportiert. Die europäischen Regierungen zahlten hohe Lösegelder, um ihre Landsleute nach Hause zu bringen – genug, um damit eine neue bewaffnete Gruppe zu finanzieren: al-Qaida im Islamischen Maghreb. Die Entführung der 32 Europäer zeigte, dass die Verschleppung von westlichen Staatsbürgern für kriminelle Organisationen und Milizen zu einer wichtigen Geldquelle werden könnte. Die Jagd auf westliche Geiseln war jetzt eröffnet.

Menschenhändler - Die Schattenwirtschaft des islamistischen Terrorismus
Politik und Zeitgeschichte
ALS BUCH:
Softcover
272 Seiten
135 x 204 mm
Auslieferung ab 7. September 2016
D: 21,00 Euro A: 21,60 Euro CH: 23,00 CHF

ISBN (Print) 978-3-85869-719-6

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