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Birnengasse

Belletristik

Mathias Müller

Birnengasse

"Wir wissen nicht, ob wir träumen oder wachsen." Wer die Sprache mit Mathias Müller beim Wort nimmt, begibt sich auf große Fahrt: Ein "Wir" macht sich auf, um den vielfältigen Verbindungen, Eindrücken und Erkenntnissen seines poetischen Weltbildes zu folgen – und findet einen Kosmos aus Sprache.

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Verlagstexte

Wer die Sprache mit Mathias Müller beim Wort nimmt, begibt sich auf große Fahrt: Der Klang eines Ausdrucks hallt als Echo im nächsten wider, Nebensinne verzweigen sich im Text wie Äste, bis man keine klare Route mehr vor Augen hat, sondern ein pulsierendes Geflecht korrespondierender Pfade. Müller zitiert, verwandelt sich literarisches Material an, stolpert lustvoll über etymologische Funde und versteht es dennoch, die permanente Auseinandersetzung mit der Sprache zu einer leichtfüßigen Erzählung werden zu lassen. Eine Erzählung, die so absichtslos vorankommt, dass sie fast auch wahr sein könnte: Als ein Märchen von der Reise in die Sprache, von assoziativen Wegen und Fügungen, von der Welt, wie sie sich in der Sprache vorgezeichnet findet und unseren Blicken immer schon aufgeprägt hat.

Birnengasse ist ein Text des Aufbruchs, der Reise und des Ankommens: Ein "Wir" macht sich auf, um den vielfältigen Verbindungen, Eindrücken und Erkenntnissen seines poetischen Weltbildes nachzugehen. Einen Endpunkt kann so eine Reise naturgemäß nicht haben, doch lässt es sich auch unterwegs ankommen, wenn die Verhältnisse von Dingen und Worten, Ich und Du, Sprache und Welt sich aneinander sortieren durften. Wer die Bienengasse sucht, in der Birnengasse landet und somit weiß, welche Abbiegung die falsche war, findet eine neue Art des Suchens. Eine Orientierung im unübersichtlichen Gefüge unserer Wirklichkeit zu sein – viel mehr kann sich Literatur nicht vornehmen.

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© Cover: Verlag, Foto(s): Verlag

Textprobe(n)

Ist wachsen nicht eine Form der Auflehnung? Gibt es nicht auf jedem Boden einen Punkt, an dem die verschiedenen geologischen Formationen aufeinander treffen? Wir wussten nicht, was erlaubt war, also war, soweit wir wussten, alles erlaubt. Die Erschütterung der Welt hat nicht an ihrem Anfang stattgefunden. Sie findet alle Tage statt.

...

Unser Haus war aus Holz, mit Sprüngen in den Scheiben. Nichts erschien wie für immer gemacht. Die Wände waren zerbrechlich.
Die Möbel ließen sich zur Seite schieben. Das Licht fiel auf den Tisch, aber nicht mit Absicht. Es war eine nahende Sonne zu spüren. Lauter Momente waren hörbar geworden, leise, aber wissbar, wie ein Wort. Wir gingen barfuß und spürten durch die Teppiche hindurch das Gras. Wir hörten einen Wind und die Wände blähten sich. Der Boden hatte Wellen, über die wir stolpern konnten. Floss ein Fluss unter unseren Füßen? Schon mehrmals war das Haus beinahe überflutet worden, aber wir nahmen seine Nähe, sein Anschwellen und das regelmäßige Austrocknen als Gezeiten. Seine Flut belebte uns. Wir schauten ohne zu zögern in die Sonne und konnten an den Tagen, an denen sich das Licht in seinem Wasser brach, laufen, ohne dass wir müde wurden.

Birnengasse
ALS BUCH:
Hardcover
144 Seiten
Format: 140 x 220 mm
Auslieferung: ab 29. Oktober 2021
D: 20,00 Euro A: 20,00 Euro CH: 20,00 CHF

ISBN (Print) 978-3-85449589-5

Der Verlag im Netz:

Pressekontakt des Verlages:

Dieter Bandhauer
+43 (0)1 5868070
verlag(at)sonderzahl.at

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Dieter Bandhauer
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