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Hana

Belletristik

Alena Mornštajnová

Hana

Aus dem Tschechischen übersetzt von Raija Hauck

Ein mährisches Städtchen 1954 – Mira widersetzt sich ihren Eltern und geht aufs Eis. Zur Strafe erhält sie kein Törtchen, aber dieses Ereignis verändert ihr Leben für immer.

Verlagstexte

Ein mährisches Städtchen 1954 – Mira widersetzt sich ihren Eltern und geht aufs Eis. Zur Strafe erhält sie kein Törtchen, aber dieses Ereignis verändert ihr Leben für immer. Die Tragödie bindet sie an ihre schweigsame, seltsame Tante Hana und beide müssen lernen, miteinander zu leben. Allmählich wird die Geschichte ihrer jüdischen Vorfahren aufgedeckt und Mira lernt zu verstehen, warum sich die Tante so schwer im Leben zurechtfindet.

Drei Generationen Familiengeschichte im 20. Jahrhundert. Zwei geschickt verwobene Zeitebenen und Schicksale in grausamen Zeiten. Zwei Frauen haben sich neben dem durchlebten Leid aber auch mit der Frage der Schuld auseinanderzusetzen, wenn durch eigenes Handeln anderen Leid zugefügt wird, bewusst oder unbewusst. Und wie erträgt man, als Einzige überlebt zu haben.

Die Geschichte, die auf wahren Begebenheiten basiert, ist in einem mitreißenden Tempo geschrieben, dramatisch wie ein Film. Alena Mornštajnovás mehrfach preisgekrönter Roman ist in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt worden und in Tschechien ein Bestseller.

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© Cover: Verlag, Foto(s): Vlk Vojtech

Textprobe(n)

Jeden Sonntag nach dem Mittagessen wusch Mama das Geschirr ab, setzte sich das schwarze Hütchen auf, setzte Otík in den Kinderwagen, oder nahm ihn, als er schon größer war, bei der Hand und führte uns in Richtung Friedhof. Der Weg schien mir endlos. Wir mussten an der Kirche vorbei zum Fluss, über die Brücke, durch die ganze Unterstadt, die aus einem mir unbekannten Grunde Krásno - Schönheit - hieß, uns am langen Schlosspark entlangschleppen, bis hinter die letzten Häuschen, durch das Friedhofstor treten und warten, bis Mama die Grabsteine abgefegt, die Blumen ordentlich in Vasen gestellt und Kerzen angezündet hatte. Während der Arbeit sprach sie mit den Toten und erzählte ihnen, was es in Mezincí Neues gab, wer geboren worden war, wer gestorben, was man sich in der Stadt so erzählte, wie es den Nachbarn ging und was wir Kinder wieder angestellt hatten.

Ich traute mich nie, etwas zu sagen, seufzte nur schwer, damit Mama verstünde, wie sehr mir das Warten zuwider war, aber auch so sagte sie jedes Mal vorwurfsvoll zu mir: "Mach nicht so ein Gesicht, wären sie nicht gewesen, gäbe es dich nicht."

Als auf den Grabsteinen neue Namen hinzukamen und der von Mama dabei war, dachte ich daran, wie sie jeden Sonntag an den Gräbern gestanden und mit ihren Nächsten gesprochen hatte. Es tröstete mich, dass sie jetzt mit denen zusammen war, die sie so sehr vermisst hatte. Mein Name ist nur deshalb nicht unter den in Gold ausgeführten Inschriften auf den Grabsteinen, weil es sich manchmal lohnt, ungehorsam und frech zu sein. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, lesen Sie nicht weiter. Und geben zur Sicherheit dieses Buch nie Ihren Kindern in die Hand.

Hana
Roman / Novelle
ALS BUCH:
Hardcover

Lesebändchen

ca. 380 Seiten
Format: k. A.
Auslieferung: ab 1. Oktober 2020
D: 21,00 Euro A: 21,00 Euro CH: k. A.

ISBN (Print) 978-3-99029-438-3

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