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Es gibt keine Wiederkehr

Belletristik

John Mair

Es gibt keine Wiederkehr

Übersetzt von Jakob Vandenberg

Schon seine Zeitgenossen haben erkannt, dass John Mairs "Never come back" zu den Klassikern der Gattung gehört, für die die Bezeichnung "Thriller" erfunden wurde. Unter dem Titel "Es gibt keine Wiederkehr" ist Mairs Meisterwerk nun bei Elsinor als deutsche Erstausgabe erschienen, zu der kein anderer als Martin Compart das kenntnisreiche Nachwort beisteuerte.

Verlagstexte

Im Affekt und halb aus Versehen tötet der britische Boulevardjournalist Desmond Thane seine Geliebte – ohne freilich zu ahnen, dass sie für eine internationale Geheimorganisation tätig war. Deren Agenten und Profikiller sehen ihre politische Verschwörung in Gefahr. Also müssen sie Thane aus dem Weg schaffen, um jeden Preis und auf ihre Weise …

Mit Somerset Maugham, Eric Ambler und Graham Green zog in den 1930erJahren ein neuer Realismus in den britischen Spionageroman ein – ein Genre, das William Le Queux, Rudyard Kipling, Erskine Childers und insbesondere John Buchan geprägt hatten. Mair kannte diese Tradition, und er gestaltete Desmond Thane bewusst als Gegenentwurf zur Konvention: als vielschichtige Identifikationsfigur, mit der das Publikum mitfiebert; als einen philosophisch und literarisch gebildeten Mann, der dennoch eitel ist und verlogen, egozentrisch, zynisch und ein gefühlskalter Mörder. Thane ist der erste Antiheld des Genres – und John Mairs Roman immer noch, in den Worten des Herausgebers Martin Compart, "eines der bestgehüteten Geheimnisse der Thriller-Literatur".

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© Cover: Verlag, Foto(s): Foto des Autors ist nicht verfügbar

Presse- und Autorenstimmen

Tatsächlich erzählt Mair von der gleichen Welt wie Koestler, allerdings im Geist der Burleske. … Man könnte [den Roman] durchaus einen 'linken Thriller' nennen … Hier wirken noch einige der üblichen Mechanismen eines Thrillers, insgesamt aber ist das Buch sehr viel anspruchsvoller; sämtliche Verbrechen bleiben ungesühnt, nirgends ist eine schöne Jungfrau zu retten, und niemand handelt aus Patriotismus. Dies ist ein unterhaltsames Buch. Ich hoffe, es erweist sich als Ausgangspunkt einer ganz neuen Art von Thrillern.

(

George Orwell, New Statesman, 4. Januar 1941

)

Textprobe(n)

Als er am Donnerstagmorgen auf dem Weg zur Arbeit um eine Straßenecke bog, traten zwei Männer hinter einem großen schwarzen Wagen hervor und versperrten ihm den Weg.
"Sie sind Desmond Thane ?"
"Ja, das bin ich."
"Wir sind von der Polizei. Sie sind wegen des Mordes an Anna Raven verhaftet."
Die Welt schien urplötzlich stillzustehen; mit der unbewussten Klarheit einer Kamera registrierte Desmonds Hirn die Risse im Pflaster und das Schild des Immobilienmaklers auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Der zweite Mann trat an seine Seite und fasste ihn unauffällig, aber fest am Arm.
"Besser, Sie kommen ohne Aufsehen. Besser, Sie machen keinen Ärger."
Desmond leistete keinen Widerstand, als sie ihn in den Wagen schoben, der sofort losfuhr. Nach kurzem Schweigen begann Desmond: "Das ist absurd. Ich kenne niemanden namens Raven.»
Die Männer, zwischen denen er saß, antworteten nicht. Desmond wurde lauter.
"Das hier ist vollkommen lächerlich, Sie werden dafür zahlen müssen. Ich vermute, es ist nicht Ihr Fehler, aber ich protestiere aufs Schärfste. Das … das ist einfach absurd."
Er bemerkte plötzlich, dass die Scheiben matt waren, und aus der Geschwindigkeit des Wagens schloss er, dass sie keineswegs zur nächsten Polizeiwache fuhren.
"Wo bringen Sie mich hin ? Das ist ja ungeheuerlich ! Ich verlange meinen Anwalt!"
Keine Antwort. Er fuhr hysterisch fort:
"Wo ist eigentlich Ihr Haftbefehl? Ich bestehe auf einer formellen Anklage. Und ich möchte eine Aussage machen."
"Klappe halten", sagte der Mann zur Linken.
Desmond, gewöhnt an ein höfliches, wenn nicht unterwürfiges Auftreten von Beamten, verlor gleichzeitig seine Furcht und seine Nerven.
"Was zur Hölle soll das heißen? Ich verlange, dass man mich auf eine Polizeiwache bringt und Anklage erhebt. Die Polizei hat keinerlei Recht, so vorzugehen!"
Der Mann zur Rechten fuhr ihn an:
"Wir sind keine Polizei, also halt die Fresse. Noch ein Wort, und ich ziehe Ihnen eins über."
Er holte einen kleinen lederbezogenen Schlagstock aus der Tasche und tätschelte Desmond damit das Kinn. Der Wagen musste Londons Zentrum inzwischen verlassen haben, denn er fuhr nun schnell und wechselte seltener die Gänge.
Nach dem ersten Schrecken verspürte Desmond vor allem Erleichterung, denn entgegen dem verbreiteten Klischee wirkt das Unbekannte weniger bedrohlich als das Bekannte. Ein verurteilter Mörder dürfte demnach ein gewisses Vergnügen empfinden, falls Marsbewohner mit Tentakeln ihn in seiner Zelle heimsuchen sollten. Desmond war immer noch eingeschüchtert, aber seine Angst hatte nachgelassen; das unausweichliche Faktum der Gefangennahme erlebte er als unangenehme, aber unvorhersehbare Fiktion. Vorsichtig wandte er den Kopf und musterte seine Entführer.

Es gibt keine Wiederkehr
Roman / Novelle
Martin Compart
ALS BUCH:
Broschur

Klappenbroschur mit Fadenheftung

264 Seiten
Format: 140 x 220 mm
Auslieferung: ab 10. Juni 2021
D: 18,00 Euro A: k. A. CH: k. A.

ISBN (Print) 978-3-942788-56-4

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Dr. Thomas Pago (Verleger)
+49 (0)2541 800396
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Dr. Thomas Pago (Verleger)
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